Direkter Aufstieg verpasst

Direkter Aufstieg verpasst

Der Aufstieg in die Zweite Bundesliga ist seit eineinhalb Jahren das große Ziel der Großfeld-Herren des FC Stern. Im vergangenen Jahr scheiterten sie gegen Avalanche Rennsteig, die dieses Jahr in der Bundesliga auf Platz 2 die Saison beendeten. Folglich soll es dann heuer, also im zweiten Anlauf, klappen.  Nach dem Halbfinalsieg gegen Dessau stand nur noch der SC Siemensstadt Berlin zwischen den Stern-Herren und der Verwirklichung ihres Zieles.

 

Doch trotz akribischer Vorbereitung unterlagen die Schützlinge von Spielertrainer Julian Rüger den Berlinern vor 102 Zuschauern mit 4:7 (1:2/2:4/1:1).

Nach anfänglichem Abtasten trafen die Gäste aus der Bundeshauptstadt als erste ins Tor (7. Minute). Der Ausgleich folgte dank Christian Lindquist postwendend (9.), doch trotz größerer Spielanteile wollte die Führung für die Stern-Herren nicht gelingen. Im Gegenteil, die Berliner nutzten Löcher in der Stern-Defensive eiskalt aus, erst zum 1:2 (16.), dann zum 1:3 (24.). Geburtstagskind Ole Neitz brachte die Münchner wieder heran (32.), die Berliner legten erneut zum 2:4 nach (35.). In dieser Szene verletzte sich Stern-Torhüter Simon Iser und musste durch Ersatzkeeper Simon Büschges ersetzt werden.  Julian Rügers Anschlusstreffer zum 3:4 im Powerplay (38.) ließ die Stimmung bei Team und Fans wieder hochkochen, doch ein Konter (38.) und ein weiterer Gegentreffer eine (!) Sekunde vor der zweiten Drittelpause schraubten das Ergebnis auf 3:6. 38 Sekunden nach Wiederbeginn traf SCS Berlin zum vorentscheidenden 3:7. Trotz des Rückstandes versuchten die Münchner alles, leider konnten beste Torchancen sowie ein Penalty nicht in Tore umgemünzt werden. Ein Eigentor zugunsten der Hausherren in der Schlussminute war lediglich Ergebniskosmetik. „Es ist bitter, im zweiten Jahr in Folge dem Gegner zum Aufstieg gratulieren zu müssen“, fasste Kapitän Christian Graus die Gemütslage nach dem verpassten (direkten) Aufstieg zusammen.

 

Doch im Gegensatz zum Vorjahr ist mit der Heimniederlage der Traum vom Aufstieg noch nicht ausgeträumt, sondern der letzte noch zu vergebene Startplatz in der Zweiten Bundesliga wird in einer Best-of-Three-Relegationsserie zwischen dem FC Stern und dem Zweitligavorletzten USV TU Dresden ausgespielt. Zuerst reisen die Stern-Herren an die Elbe nach Dresden, ehe das finale Wochenende in München steigt (siehe Termine). Die Regeln sind klar: Wer zwei Siege einfährt, spielt die kommende Saison 2018/2019 in der  Zweiten Bundesliga. „Ein Auswärtserfolg im ersten Spiel wäre enorm wichtig, um unserem Ziel, dem Aufstieg, wieder einen Schritt näher zu kommen“, meint Kapitän Christian Graus und gibt die Marschroute vor: „Wir fahren nach Dresden, um dort zu gewinnen und uns den Matchball in der Relegationsserie zu holen.“

 

Spieltermine:

Spiel 1, 27.05.2018: USV TU Dresden vs. FC Stern München

Spiel 2, 02.06.2018: FC Stern München vs. USV TU Dresden

Spiel 3, 03.06.2018: FC Stern München vs. USV TU Dresden

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